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Keine Lust aufzuräumen? Die Antwort heißt: Space Clearing

Nein, „Space Clearing“ hat nichts mit dem Weltraum zu tun, es ist etwas ganz Irdisches: Dieser englische Begriff meint die Kunst des Ausmistens. Geprägt wurde er von der Engländerin Karen Kingston, die dazu bisher einige Bücher veröffentlicht hat und als Expertin auf dem Gebiet des Wohnungseinrichtens gilt. Die Welt online hat sie interviewt.

So erfährt man, dass das profane Ausmisten nur eine Vorstufe des Space Clearing ist. Es steht nur am Anfang.
Kingston rät dazu, zunächst einmal jeden Gegenstand in der Wohnung in die Hand zu nehmen – um ihn dann in vier Kategorien einzuordnen: Sachen, die man weder braucht noch mag, ungeordnete Sachen, Sachen, die den Raum quantitativ überstrapazieren, weil es zu viele sind und schließlich Sachen, die in Verbindung stehen mit etwas, was man noch nicht zu Ende gebracht hat. Sachen aus allen vier Kategorien rauben Energie. Hinzu kommen noch z. B. alte Kleidungsstücke, die einem geschenkt wurden, zu denen man widersprüchliche Gefühle hat und sich schon seit längerem mit dem Gedanken herumträgt, sie wegzutun. Nach der Wohnraum-Expertin Kingston sind etwa Kleidungsstücke immer auch mit Erinnerungen und Gefühlen an die Person verknüpft, von der sie ursprünglich stammen. Das macht es oft so schwer sich davon zu trennen.

Vorsicht walten lassen sollte man im Aufräum-Rausch aber trotzdem: Den Monet an der Wand vom ungeliebten Onkel bitte nicht einfach wegwerfen. Da dann doch lieber noch ein zweites Mal überlegen oder einen besonnenen Fachmann für die Auflösung von Wertgegenständen zu Rate ziehen. Zwei interessante Tipps gibt Kingston noch: Gerümpel entsteht, wenn Räume keine Funktion haben. Deshalb ist es von Vorteil, immer ganz genau zu wissen, was man mit oder in einem Raum anfangen will, die große Unordnung wird so höchstwahrscheinlich gar nicht erst entstehen. Der zweite Tipp betrifft Paare, die zusammenziehen wollen. Kingston rät hierbei, auf keinen Fall in eine der beiden alten Wohnungen einzuziehen, weil eine Person dabei immer ,den Kürzeren ziehen‘ würde, also nie so ganz ,warm wird‘ darin. Schätzungsweise neigt diese Person dann auch dazu, achtloser mit Gegenständen umzugehen – das Chaos ist so vielleicht schon vorprogrammiert. Wer sich nicht ganz so viele Gedanken machen will, sondern einfach nur Teile der Wohnung, den Keller, den Dachboden, den Schuppen oder den Abstellraum entrümpelt haben möchte – und dazu weder Lust noch Zeit hat –, der fragt am besten gleich die Experten von Haushaltsauflösungen STARK.