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Datenvernichtung: Wenn dann richtig

Wie würden Sie das finden: Jemand plakatiert in der Stadt, in der Sie wohnen, Plakate, auf denen Ihr Name, Ihr Geburtsdatum, Ihr Jahreseinkommen sowie Ihr Lieblings-Pizza-Lieferant stehen … Winken Sie jetzt nicht ab – bei der gängigen Praxis in Bezug auf Datensicherheit und Datenvernichtung ist es gar nicht so unrealistisch, dass so etwas passiert. So wie neulich in Kassel: Ein Finanzdienstleistungsunternehmen hatte alte Unterlagen einfach so in einem Karton ,geparkt‘ – und den dann sozusagen vor die Haustür gestellt. Ein Passant entdeckte das und machte den Fall öffentlich.

Dabei ist in Deutschland (wie so vieles …) die Praxis des Datenschutzes bzw. der Datenvernichtung streng geregelt: Die ISO-Norm 27001, das Bundesdatenschutzgesetzt sowie der IT-Grundschutz sollten eigentlich sicherstellen, dass alles glatt läuft. Aber – wie so oft – das Gesetz ist schön und gut. Das Entscheidende ist, dass sich daran gehalten wird. Zumindest was den privaten Sektor angeht, sieht es da ziemlich finster aus: Wissenschaftler der Universität Freiburg untersuchten über 1000 private Mülltonnen – und fanden Kontoauszüge, Unterlagen mit Unterschriften und gar Listen mit TANs für das Online-Banking. Eigentlich lässt das kaum noch Fragen offen. Höchstens die, ob es eigentlich erlaubt ist, in fremden Mülltonnen herumzuschnüffeln …

Unternehmen dagegen tun sehr gut daran, für eine fachgerechte Entsorgung ihrer Datenbestände Sorge zu tragen. Dass das nicht gerade einfach ist in einer vernetzten Gesellschaft und dem Vorhandensein von modernster Technologie, das leuchtet ein. Aber dennoch sollten die zahllosen Datenschutz-/Datenmissbrauchsskandale der letzten Monate und Jahre doch eigentlich sensibel machen für dieses Thema. Professionelle Anbieter gibt es am Markt genug – neuerdings kooperieren auch wir mit einem solchen Anbieter, um neben unserem Kerngeschäft, der Haushaltsauflösung, Entrümpelung, Geschäftsauflösung und Nachlassverwaltung auch noch weitere hiermit verwandte Dienstleistungen anbieten zu können.

Wie bei allem im Leben: Eine einfache CD mit der letzten Datensicherung, die man nicht mehr braucht, kann man wohl getrost entzweibrechen und wegwerfen. Aber je mehr Unterlagen anfallen, desto schwieriger wird es, den Überblick zu behalten. Hier sollten dann Profis angefragt werden. Sonst kann man bald wirklich auf der nächsten Plakatwand lesen, was man so verdient … Und alle anderen gleich mit.